Sonntag, 18. April 2010

Zurück von der Diva der Flüsse - Donau

Es gibt so Tage, da scheint alles perfekt -man hat genug Zeit, die Wetterprognosen sind ok, der Wasserstand ist normal, die Wassertemperaturen auch schon gestiegen - also fährt man topmotiviert und -ausgerüstet ans Wasser.


All die vergangenen Schneidertage bei Eiseskälte an der Donau sind vergessen, die Tage an denen man nur Schwarzmeergrundeln fing verdrängt...........im Auto grüble ich über die Platzwahl und entscheide mich für einen durchflossenen Nebenarm der Donau.

Am Platz der Begierde angekommen, ist das Tackle in 10 Minuten bereit zum Einsatz.....es riecht förmlich nach Fisch -wäre doch gelacht, wenn hier nichts geht!
2 Stunden später machte sich nach lediglich 2 Schwarzmeergrundeln schön langsam Ernüchterung breit.....keine Bisse -wie tot!
Der Platz hat allerdings die Besonderheit dass relativ starke Strömung herrscht, viele Verwirbelungen auftreten, Tiefe bis 5 Meter und dafür die wenigen ruhigeren Bereiche extrem seicht sind.
Nach zwei weiteren Stunden gab ichs auf -Platzwechsel war angesagt, raus auf den Hauptstrom. Nachdem ich mein Futter zu 2/3 aufgebraucht hatte, und auch nicht mehr besonders viel Zeit war, machte ich mich innerlich schon auf einen Schneidertag gefasst.


Ich wählte eine Schotterbank in einem relativ ruhigen Bereich mit flachem Ufer.
Nach dem Motto alles oder nichts fütterte ich ca. 50% meiner verbliebenen Grundfuttermischung an.
Nach ca. 10 Minuten die Erlösung -Biss -und definitiv kein Grundelbiss -Anschlag und..........kurz gespürt und weg..........FUCK!
Was mich zuversichtlich stimmte, waren die immer wieder am Haken anhaftenden Fadenalgen, die von vielen Fischarten abgeweidet werden.
Innerhalb der nächsten 2 Stunden waren immer wieder Bisse zu verzeichnen, aber kaum zu verwerten - ich nehme an, es waren Nasen, die bekanntlich im Bissverhalten recht zickig sein können.
Während ich mich mental auf die Heimfahrt vorbereite, schnalzt meine rechte Rutenspitze zurück um danach mehrmals massiv auszuschlagen, Anschlag und...........Jawoiiiiii.....er hängt....
Nach kurzem aber heftigem Drill lässt sich ein wunderschön gefärbter Nerfling mit 50 cm über meinen Kescher führen. Immerhin -Personal Best!





(Die letzten Nerflinge hatte ich vor 2 Jahren gefangen -aufgrund der Seltenheit in der Donau also etwas durchaus Besonderes)

Dieser Fluss kostet mich manchmal den letzten Nerv, aber er hat es noch immer geschafft mich letztendlich versöhnlich zu stimmen!






Kommentare:

Rasko hat gesagt…

Alter Schwede, was für ein Nervling, rund 185cm groß, glotzad - a Hammer!

Sixpack hat gesagt…

@ Willy:Und des von an Brunzlocknseicher....ohne Worte! ;)