Mittwoch, 6. April 2011

Besatzmaßnahmen an der Thaya

Am 1.April erfolgte in meinem Revier an der Thaya der alljährliche Karpfenbesatz, wozu mein Bruder und ich auch eingeladen wurden.
Die Jahre zuvor wurden tendenziell sehr viele, aber relativ kleine Karpfen ausgesetzt. Zum Teil fing man auf 15 Karpfen eine Brachse (mit Maden), was nicht gerade ausgewogen wirkte....
Nach einigen Diskussionen entschloss sich unser Obmann überraschenderweise die Besatzpolitik zu ändern - Aalrutten, Zander, Hechte, Schleien, größere Karpfen (dafür weniger), sowie Barben werden dieses Jahr besetzt. Ich denke das dies ein Schritt in die richtige Richtung darstellt, der dem ökologischen Gleichgewicht im Gewässer sicher zuträglich sein wird.
Mein Fazit: Wenn dir am Gewässer Missstände auffallen, dann mach den Mund auf und kommuniziere dies auch - ein kluger Gewässerverantwortlicher wird dir auch Gehör schenken und im Idealfall sogar entsprechende Maßnahmen setzen!




1st Contact -die Witterung ist aufgenommen!

Der Winter ist vorbei -die Entzugserscheinungen waren mittlerweile unerträglich......
Am letzten Märztag beschloss ich daher aufgrund des passablen Wetters spontan eine Feedersession an der Donau zu absolvieren.
Die Bissfrequenz war zwar noch etwas dürftig, aber immerhin durfte ich bereits 2 mittelstarke Barben verhaften - ein großer Fisch ist mir leider nach einigen Minuten in starker Strömung ausgestiegen.





Egal -ich habe wieder Blut geleckt und mit dem nassen Keschernetz auch wieder den Geruch des Erfolges im Auto genießen dürfen! ;-)

Dienstag, 4. Januar 2011

2011 - Die Zeit vergeht

Und wieder ist ein Jahr vorüber..........es war fischereitechnisch ein relativ gutes Jahr!
Meinem Zielfisch konnte ich zwar mit Erfolg nachstellen, aber es blieb ein eigenartiger Eindruck zurück......es fehlte trotz allem etwas! Mein Revier war zu 99,9% schnell strömend -Donau brutal eben.....
Was mir abging waren "gewünschte Beifänge", die ich in all den Jahren davor schon als normal betrachtete - auch wenn ich`s nicht so gerne zugebe -aber es waren die Donaukarpfen - die oft unbezwingbaren Kraftpakete, die jede Feedersession zur reinen Nervensache werden lassen...die Fische die dir in starker Strömung 50 oder mehr Meter 0,30er -Schnur in einer Flucht von der Rolle reißen um danach auszusteigen und im Schnitt öfter Sieger bleiben als du.....
So gesehen war es ein eigenartiges Jahr -in der Thaya fing ich fast nur Karpfen, in der Donau keinen einzigen.
Fazit: Ich werde mir 2011 ein Donaurevier mit auch gemäßigter Strömung nehmen, zumal ich glaube, dass auch Barben unter diesen Voraussetzungen eigentlich schwerer werden müssten.
Tackletechnisch sind für die Donau bis dato noch keine Neuerungen geplant, da mir die Abstimmung momentan ganz gut passt -evt. sehr stabile Rollen mit etwas mehr Weitwurfvermögen als meine jetzigen.
Sollte ich wirklich vom Teufel geritten werden, nehme ich mir, zwecks Abwechslung, vielleicht sogar noch einen Teich dazu. :-)

Mittwoch, 8. Dezember 2010

Review 2010

Mittlerweile befinden wir uns im tiefsten Winter, meinereiner musste gestern wieder ein Jahr seines Lebens abziehen, und an Fischen ist nicht mal ansatzweise zu denken......-aber endlich habe ich mal Zeit einen kleinen Jahresrückblick zu machen und mich wehmütig an wärmere Tage am Wasser zu erinnern.
Meinen Lesern, Freunden und Verwandten wünsche ich schöne Feiertage und natürlich "tight lines" für 2011!

Donnerstag, 28. Oktober 2010

Es läuft schon etwas zäh

Nachdem der Herbst seinen unvermeidbaren Einzug gehalten hat, die Temperaturen des Nachts regelmäßig unter null sinken, und die Fischaktivitäten immer geringer werden, erspare ich mir alle langwierigen verbalen Ergüsse und lasse nur ein paar Bilder sprechen - es wird wohl Zeit sich eher den Zahnfischen zu widmen.

Sonntag, 10. Oktober 2010

Büffeljagd

Nachdem sich die Saison dem Ende zuneigt, die Tage kürzer werden und das erste Eis auf der Windschutzscheibe zu verzeichnen ist, wollte ich es unbedingt nochmals wissen - es fehlte für die heurige Barben-Bilanz noch ein Highlight, ein Ausnahmefisch den man nicht jeden Tag fängt....
Beim Tackledealer wurde ich schon mal voll motiviert....Rainer erzählte von einer 90er Barbe mit 4,8 Kg die in Korneuburg die Woche davor gefangen wurde...nun, das ist kein Ausnahmefisch sondern ein Lebensfisch, also bloß am Boden der Realität bleiben.
Um 08:30h kam ich am Wasser an und checkte mal die Lage.....nachdem der Campingplatz wider Erwarten nach wie vor voll mit Wohnwagen und Zelten war, konnte ich die ursprünglich angestrebte Kehre vergessen.
Ich wählte die große Kehre eines Motorboothafens, aber im unteren, bereits strömenden Bereich - für die jetzigen Temperaturen sollte der Platz optimal sein -tief, mäßige Strömung und sicher reichhaltiges Nahrungsangebot.
Meine Montagen platzierte ich, nach der üblichen massiven Futterkampagne, in etwa 40 Meter Entfernung, also bereits im Hauptstrom, der dort allerdings relativ langsam fließt - auch 80g-Körbe blieben liegen.
Köder wie immer Maden, Futtermischung Timar black, Haferflocken, Semmelbrösel, Maden, Mais....
Es dauerte keine 15 Minuten bis zum ersten Biss...nach einigen Drillminuten zeigte sich eine schöne 65er-Barbe.


Kurz danach ein Biss auf der rechten, vergleichsweise leichten Rute mit Seitenarmmontage - zuerst dachte ich hänge, aber langsam kam etwas Bewegung in die Sache....mit voll ausgelasteter Rute hoffte ich gute 10 Minuten lang, dass der kleine 12er Haken die Belastung aushält und auch nicht ausschlitzt.
Er hielt - und ich stand vor dem Problem eine Barbe die mehr als ein Drittel länger als mein Kescherdurchmesser war dort hinein zu bugsieren.
Gottseidank klappte es und ich konnte 75cm messen und 3,10Kg wiegen -ein Traumfisch!


Nachdem ich den Fisch versorgt und released hatte, meldete sich die Spitze der anderen Rute recht vehement....Anschlag.....und abermals Gegenwehr die seinesgleichen sucht.
Noch dazu hat die Rute eine Länge von 4,35m und ist relativ steif...die Hebelwirkung bei den Fluchten in Ufernähe war enorm....am Ende zeigte das Urviech trotzdem weiß und landete im wieder unterdimensionierten Kescher. Wohlgenährte 76 cm....was für ein Tag!

Nach einem hängerbdingten Abriss des Hakens montierte ich einen neuen und erwischte unbeabsichtigt ein Barbless-Modell -egal dachte ich mir...ich versuchs mal....
Wie sich dann heraus stellte, war die Selbsthakeigenschaft dieses Hakens offensichtlich noch besser als die der "Barbed-Haken"....und ich verlor keinen einzigen Fisch -eine Erkenntnis die ich weiter verfolgen werde.
In Summe konnte ich wieder 9 Barben zwischen 50 und 76 cm verbuchen, wobei das Durchschnittsgewicht diesmal weit höher als gewohnt war.....



Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass ich Selbstauslöserbilder scheiße finde?

Samstag, 28. August 2010

Schönwetterfischen

Wieder mal die Donau am Lieblingsplatz, der diesmal aufgrund des Wasserstands etwas schwieriger zu befischen war. Selbst 140g-Körbe trieben ab.....wie sich herausstellte, hielten sich aber auch meine geschuppten Freunde relativ ufernah auf -es reichten im Schnitt 15m-Würfe.
In Summe durfte ich 8 Barben bis 66 cm sowie zwei Nasen zum vorübergehenden Landgang überreden.
Wie ich hörte, wurde am gleichen Tag auch ein Zander mit 1,02 und 11,32 Kg bei uns im Revier gefangen, was wieder mal beweist, welches Potential die Donau hat.
Was mir ab ca. 11h etwas die Laune verdarb, waren wieder mal die Hundertschaften an Freizeitwahnsinnigen, die aufgrund des Schönwetters die Donau wieder zum Rummelplatz mit entsprechendem Lärmpegel machten. So gesehen bin ich sehr froh, dass die Temperaturen wieder fallen und das Wetter wechselhaft ist! ;-)