Sonntag, 8. Mai 2011

Riverking &Kescherboy

Wie so oft, wenn ich auf meinem Landsitz im Waldviertel weile, zog es mich wieder an die Thaya.
In Ermangelung derzeit vorhandener vernünftiger Alternativen sollte es wieder mal auf Rüsslerjagd gehen - als Geheimwaffen mit im Gepäck Monster Crab -Popups von Dynamite Baits, sowie eine Packung Solar Up and Down -Mix.
Am Wasser angekommen, fand ich, wie immer, meinen Bruder vor, der schon eine Stunde lang den Spot beackerte. Am Vortag hatte er wieder mal 12 Saugmäuler zum vorübergehenden Landgang überredet.
Wie er meinte war an diesem Tag allerdings absolute Flaute -kein Biss, kein Zupfer -nicht mal auf Mais und Maden. Eigentlich unverständlich, zumal der Spot gut unter Futter stand.

In stillem Vertrauen auf meine "Geheimwaffen" legte ich meine Fallen aus.
Danach legte sich lähmende Stille über das Wasser, nur unterbrochen von einigen hämischen Bemerkungen, die mein Bruder über mein mit Sicherheit überlegenes Köderarsenal los lies.
Nach ca. 1,5 Stunden meldet sich endlich einer meiner Bissanzeiger -der Fisch zieht ab, Anschlag und ........nichts! Es waren aber definitiv Karpfen am Platz, das war mal amtlich -zumal man sie auch immer wieder  rollen sah.
Irgendwie hatte ich den Eindruck dass ein reiner Boilieköder noch nicht zu 100% akzeptiert wird, andererseits die Fische scheinbar ein Problem haben den angebotenen Köder zu lokalisieren.
Lösung: Ein schnell wirkender Mix im fixierten 80g -Futterkorb mit einer Kombination aus Mais und einem halben Popup als Köder.
Gesagt -getan, dauerte es eigentlich nicht sehr lange, und ich durfte einen 74cm -Spiegler drillen - mein Bruder übernahm in Ermangelung von Aktivitäten an den eigenen Ruten den Kescherdienst.
Dann gings eigentlich flott dahin -der nächste Karpfen hatte auch 72 cm, während bei meinem Bruder nach wie vor gespenstische Stille an den Spitzen der Banksticks zu verzeichnen war. Nach dem dritten Karpfen
verlieh er sich selbst den Titel "Kescherboy" -sehr passend, wie ich meinte......*muahahahaha*
Insgesamt konnte ich in Summe 5 Rüssler verhaften - mit, für Thayaverhältnisse, sehr guter Durchschnittsgröße.









Zum versöhnlichen Ende konnte Thomas dann aber doch noch einen 44cm-Karpfen bezwingen - wenigstens den Total-Blank abgewendet.....Hilfe beim Keschern war allerdings nicht erforderlich.

Donnerstag, 21. April 2011

Thaya Doppelpack

Nachdem ich glücklicherweise ein paar Tage Urlaub hatte und wieder in meinem Haus im Waldviertel weilte,
war es naheliegend der Thaya den einen oder anderen Besuch abzustatten.









Mein Bruder hatte zwischenzeitig wieder kräftig zugeschlagen, was mich nur zusätzlich motivierte....
Ich versuchte die komplette Köderpalette durch, landete aber meist nur bei Satzkarpfen bis max. 3 Kg.
Sogar Tigernüsse wurden von ihnen anstandslos inhaliert, während kurioserweise meine Boiliemontage so gut wie unberührt blieb....

Aus einer gewissen Verzweiflung heraus wechselte ich dann die Montage auf einen fixierten 80g Futterkorb, sowie eine Schneemannmontage, die zuvor ausgiebigst in Monstercrab-Flavour gebadet wurde.
Und siehe da....plötzlich fanden die gelben Kerlchen auch meine Kugeln.
Nach 2 Tagen konnte ich dann schließlich doch noch einige schönere Karpfen verbuchen.

Sonntag, 10. April 2011

1. Ansitz an der Thaya 2011

Heute früh wagte ich mich das erste mal wieder an die Thaya - um 06:00h angekommen, stellte ich fest, dass mein Bruder Thomas bereits vor Ort war und bereits einige kleinere Gelbe auf seinem Konto hatte.
Er erzählte mir, dass er am Vortag 35 Karpfen gefangen hat, was ich mit einem wohlwollendem aber etwas ungläubigen Grinser beantwortete -15  oder 20 ja, aber 35????
Ziemlich schnell wurde ich allerdings eines besseren belehrt....ich fing schon 2 Karpfen, während ich noch dabei war meine zweite Rute zu montieren.
Mit einer feederte ich, die zweite war mit meinem Thunfisch -Chilli -Spezialstinkteig am Haar bestückt.
Ich dachte mir, dass bei dieser hohen Dichte an Karpfen ein Boilie eigentlich seinen Zweck verfehlt, da ohnehin fast nur Karpfen beißen und Teig ja eigentlich geschmacklich attraktiver sein müsste.
Es folgte eine wahre Bissorgie....Dauerstakkato-- zu 80% leider die Satzkarpfen der letzten 2 Jahre,  welche offensichtlich nicht sonderlich an Größe zugelegt hatten.
Zu Mittag zählte ich 29 Karpfen, Thomas 10, wobei er den größten Karpfen des Tages zu verzeichnen hatte - ein sehr schöner Zeiler!





Nachdem wir beide die Osterwoche an der Thaya verbringen werden, haben wir unsere Plätze schon mal entsprechend vorprogrammiert....man darf gespannt sein! Auf jeden Fall muss ich meine Methoden wieder etwas selektiver wählen, - Klasse statt Masse!

Mittwoch, 6. April 2011

Besatzmaßnahmen an der Thaya

Am 1.April erfolgte in meinem Revier an der Thaya der alljährliche Karpfenbesatz, wozu mein Bruder und ich auch eingeladen wurden.
Die Jahre zuvor wurden tendenziell sehr viele, aber relativ kleine Karpfen ausgesetzt. Zum Teil fing man auf 15 Karpfen eine Brachse (mit Maden), was nicht gerade ausgewogen wirkte....
Nach einigen Diskussionen entschloss sich unser Obmann überraschenderweise die Besatzpolitik zu ändern - Aalrutten, Zander, Hechte, Schleien, größere Karpfen (dafür weniger), sowie Barben werden dieses Jahr besetzt. Ich denke das dies ein Schritt in die richtige Richtung darstellt, der dem ökologischen Gleichgewicht im Gewässer sicher zuträglich sein wird.
Mein Fazit: Wenn dir am Gewässer Missstände auffallen, dann mach den Mund auf und kommuniziere dies auch - ein kluger Gewässerverantwortlicher wird dir auch Gehör schenken und im Idealfall sogar entsprechende Maßnahmen setzen!




1st Contact -die Witterung ist aufgenommen!

Der Winter ist vorbei -die Entzugserscheinungen waren mittlerweile unerträglich......
Am letzten Märztag beschloss ich daher aufgrund des passablen Wetters spontan eine Feedersession an der Donau zu absolvieren.
Die Bissfrequenz war zwar noch etwas dürftig, aber immerhin durfte ich bereits 2 mittelstarke Barben verhaften - ein großer Fisch ist mir leider nach einigen Minuten in starker Strömung ausgestiegen.





Egal -ich habe wieder Blut geleckt und mit dem nassen Keschernetz auch wieder den Geruch des Erfolges im Auto genießen dürfen! ;-)

Dienstag, 4. Januar 2011

2011 - Die Zeit vergeht

Und wieder ist ein Jahr vorüber..........es war fischereitechnisch ein relativ gutes Jahr!
Meinem Zielfisch konnte ich zwar mit Erfolg nachstellen, aber es blieb ein eigenartiger Eindruck zurück......es fehlte trotz allem etwas! Mein Revier war zu 99,9% schnell strömend -Donau brutal eben.....
Was mir abging waren "gewünschte Beifänge", die ich in all den Jahren davor schon als normal betrachtete - auch wenn ich`s nicht so gerne zugebe -aber es waren die Donaukarpfen - die oft unbezwingbaren Kraftpakete, die jede Feedersession zur reinen Nervensache werden lassen...die Fische die dir in starker Strömung 50 oder mehr Meter 0,30er -Schnur in einer Flucht von der Rolle reißen um danach auszusteigen und im Schnitt öfter Sieger bleiben als du.....
So gesehen war es ein eigenartiges Jahr -in der Thaya fing ich fast nur Karpfen, in der Donau keinen einzigen.
Fazit: Ich werde mir 2011 ein Donaurevier mit auch gemäßigter Strömung nehmen, zumal ich glaube, dass auch Barben unter diesen Voraussetzungen eigentlich schwerer werden müssten.
Tackletechnisch sind für die Donau bis dato noch keine Neuerungen geplant, da mir die Abstimmung momentan ganz gut passt -evt. sehr stabile Rollen mit etwas mehr Weitwurfvermögen als meine jetzigen.
Sollte ich wirklich vom Teufel geritten werden, nehme ich mir, zwecks Abwechslung, vielleicht sogar noch einen Teich dazu. :-)

Mittwoch, 8. Dezember 2010

Review 2010

Mittlerweile befinden wir uns im tiefsten Winter, meinereiner musste gestern wieder ein Jahr seines Lebens abziehen, und an Fischen ist nicht mal ansatzweise zu denken......-aber endlich habe ich mal Zeit einen kleinen Jahresrückblick zu machen und mich wehmütig an wärmere Tage am Wasser zu erinnern.
Meinen Lesern, Freunden und Verwandten wünsche ich schöne Feiertage und natürlich "tight lines" für 2011!